Komplementäre Krebstherapie

Therapien bei Krebs – Lichtblicke

Krebs ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die noch immer ein hohes Maß an Unsicherheit und Angst bei den Betroffenen und Angehörigen auslöst. Zwar befinden sich Krebserkrankungen auf den Vormarsch, doch umso wichtiger ist ihre gezielte und ganzheitliche Behandlung. Jede Erkrankung muss individuell für sich betrachtet werden. Auch scheinbar hoffnungslose Aussichten bedeuten keine Chancenlosigkeit. Eine wirkungsvolle Krebstherapie kann hier neue Wege aufzeigen.

Standardtherapie

Zu der konventionellen Krebstherapie gehören dabei unter anderem operative Verfahren sowie Strahlen-, Chemo- und Hormontherapie. Oftmals werden diese Behandlungsmöglichkeiten in Kombination zueinander eingesetzt. Diese können dabei als adjuvante (unterstützende) Therapieformen angewendet werden, um somit sicherzustellen, dass der Tumor und eventuell vorhandene Metastasen vollständig zerstört werden.

Operation

Abhängig von Lage, Stadium und Art der Krebserkrankung kann eine operative Entfernung des entarteten Gewebes notwendig sein. Dabei wird immer bis ins gesunde Gewebe hinein entfernt, um auszuschließen, dass Tumorzellen im Körper verbleiben. Es kann jedoch auch sinnvoll sein, vor einer Operation zunächst eine Strahlen- bzw. Chemotherapie durchzuführen, um den Tumor zunächst zu verkleinern.

Strahlentherapie

Eine Strahlentherapie kann aus unterschiedlichen Ursachen sinnvoll sein. Zum einen kann eine solche Therapie nach einer Operation durchgeführt werden, um auch die letzten verbliebenen Krebszellen zu eliminieren. Zum anderen stellt sie eine Alternative zur operativen Entfernung da, wenn sich der Tumor an einer schwer zugänglichen Stelle befindet oder besonders sensibel auf Bestrahlung reagiert.

IPT – Insulin-Potenzierungstherapie

Die ITP wurde in den Zwanziger Jahren in Mexiko entwickelt. Mit Hilfe dieser Therapie werden hauptsächlich chronische Krankheiten wie Magengeschwüre, chronische Infektionen/Entzündungen, Rheumatische Erkrankungen oder Borreliose behandelt. Durch die kontrollierte Zuführung von Insulin wird künstlich ein Unterzucker erzeugt. In diesem kontrollierten Unterzuckerzustand werden dem Patienten die notwendigen Wirkstoffe wie Vitamine, Antibiotika oder sonstige Medikamente injiziert.

Kranke Zellen haben eine größere Anzahl an Insulinrezeptoren als gesunde. Medikamente und Wirkstoffe werden im Unterzucker von den kranken Zellen besser aufgenommen. Durch die höhere Empfindlichkeit der Zellen im Unterzucker lassen sich Therapieerfolge oft auch mit sehr geringen Wirkdosen erzielen. Das führt dazu, dass kaum Nebenwirkungen auftreten und das Immunsystem nicht geschwächt wird. Die IPT sollte anfangs einmal wöchentlich durchgeführt werden, zehn bis 15 Behandlungen sind meist notwendig. Als Erhaltungstherapie empfehlen sich größere Abstände.

Chemotherapie

Diese Form der Krebstherapie benutzt bestimme s.g. Zytostatika. Diese Medikamente zerstören die entarteten Körperzellen. Man versucht dabei durch Kombinationen aus verschiedenen Zytostatika gezielt Tumorzellen anzugreifen, um die Auswirkungen auf den Körper des Patienten möglichst gering zu halten.

Hormontherapie

Spezifische Krebsarten sind hormonabhängig, sodass mit einer gezielten Hormon- bzw. Anti-Hormontherapie es zu einem Rückgang der Tumoren kommt oder eine Metastasierung verhindert werden kann.

Komplementärmedizin

Alternative Therapien zu den Standardverfahren werden als komplementäre Maßnahmen bezeichnet. Sie dienen als unterstützende, ergänzende Methoden. Eben solche sollen die körpereigenen Kräfte aktivieren und dazu führen, dass der Tumor besser angegriffen werden kann bzw. es zu einer Reduktion der Beschwerden bei Chemo- und Strahlentherapie kommt.
Es existieren hierbei eine Vielzahl an verschiedenen komplementären Methoden. Einige haben sich dabei bereits als besonders wirkungsvoll erwiesen und sind daher allgemein akzeptiert. Hierzu gehören auch die ganzheitliche Misteltherapie und Hyperthermie. Auch weitere pflanzliche Präparate wie Weihrauch können förderlich für die Behandlung bestimmter Krebsarten sein. Als aktive Therapieformen stehen jedoch ebenso die Heileurythmie (spezielle Form der Bewegungstherapie), künstlerische Therapien als auch das Integrative Selbstregulations-Training (IST) zur Verfügung. Genauso kann eine speziell angepasste Ernährung den Krankheitsverlauf erfolgsversprechend begünstigen. Da viele Patienten ein Gefühl des Ausgeliefertseins an die Krankheit verspüren, können diese aktiven Methoden dazu verhelfen, Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren und so zu einem positiven Heilungsverlauf beitragen.

Misteltherapie

Diese Therapieform erscheint besonders effektiv, um die Lebensqualität des Einzelnen zu verbessern. Sie wirkt auf das Immunsystem anregend. In diesem Kontext kann sie unterstützend dazu beitragen, Rückfälle auf Basis eines intakten Immunsystems zu vermeiden. Oftmals kommt es zudem zu einer deutlichen Verbesserung des Allgemeinbefindens. Patienten schildern in diesem Zusammenhang u.a. einen Anstieg der Leistungsfähigkeit und einen Rückgang an tumorbedingten Schmerzen.

Aktive/unterstützende Therapien

In der anthroposophischen Medizin, welche die seelisch-geistige Ebene des Menschen mit in die Behandlung einbezieht, finden aktive Krebstherapien ihre Anwendung, um Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Gerade bei schweren Erkrankungen hinterlassen die Erlebnisse nicht nur äußere, sondern ebenso innere Narben. Der Dialog mit dem eigenen Körper sowie Außen- und Innenwelt wirkt sich so stärkend und befreiend auf die Seele aus. Insgesamt führt dies zu einer Überwindung des Ohnmachtsgefühls, der Hilflosigkeit und lähmenden Angst, die viele Krebspatienten verspüren. Dies kann dazu führen, dass Chemo- und Strahlentherapie besser vertragen oder aber der Tumor besser angegriffen werden kann.